Eine universelle Sprache: die Musik

26. Mai 2016

Warum mögen Menschen Musik? Das kann man nur schwer beantwortet werden.
Die Sprache der Musik ist aber international, wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig jetzt zeigen.

Das Team untersuchte Menschen, die nie zuvor westliche Musik gehört hatten: Angehörige des Stammes der Mafa aus Nordkamerun. Obwohl diese Menschen  nie zuvor die Beatles, Elvis oder die Wildecker Herzbuben gehört hatten, konnten die Mafa unterscheiden, ob die Musik fröhlich, traurig oder bedrohlich klingt.

Sie bewerteten die Musik nach Tempo und Tongeschlecht. Langsame Stücke klingen bedrohlich, Moll traurig, Dur fröhlich. „Die emotionalen Ausdrücke der Musik sind universell, so wie Gesichtsausdrücke“, sagt Fritz. Die kulturelle Prägung spielt offenbar keine Rolle.

Diese Studien sind nicht die ersten, die auf eine musikalische Weltsprache hindeuten. Neben allen kulturellen Unterschieden gibt es weltweit viele Gemeinsamkeiten in der Musik. Fast jede Kultur hat beispielsweise Wiegenlieder entwickelt, die Mütter ihren Kindern vorsingen. Und überall klingen diese Lieder ähnlich: Sie sind langsam, mit abfallenden Tonfolgen. Auch der Hang, zu Musik zu tanzen, ist über den gesamten Globus verbreitet. Und egal ob Samba, Klassik oder Blasmusik: bestimmte Strukturen der Musik sind immer gleich. Es gibt stets einen Takt und eine „Hierarchie der Töne“ – bestimmte Noten sind dominanter als andere.

Gibt es also eine Sprache der Musik, die schon im Erbgut programmiert ist? Falls das Musikverständnis genetisch ist, dann sollte es eine evolutionsbiologische Erklärung geben – Musik müsste einen Überlebensvorteil darstellen. Aber genau hierüber streiten die Experten. Darwin etwa spekulierte, dass Musik für die Partnerwahl wichtig sei. Genauso gut könnte sie aber auch den Gruppenzusammenhalt stärken. Überprüfen lassen sich solche Hypothesen freilich nur schwer.

Quelle: Welt

http://www.welt.de/wissenschaft/article3428037/So-universell-ist-die-Sprache-der-Musik.html

Welcome to WordPress. This is your first post. Edit or delete it, then start writing!

Please follow and like us:
2
Leave a reply
Despertando a la primaveraAprender haciendo (learning by doing) en las clases de ELE para niños.

Leave Your Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Author
cdemkura

cdemkura

Lic. en Musicología y filología - Máster en Lingüsitica aplicada en la enseñanza de ELE- Directora de coros - Especialista en pedagogía de la música y el movimiento bei Ronda redonda
La música y el lenguaje son mis dos pasiones y me dedico desde hace varios años a investigar y formar docentes en las áreas de música y ELE. Con el nacimiento de mis dos hijos descubrí mi pasión por la enseñanza bilingüe/multilingüe.
cdemkura

<script type=“text/javascript“ src=“http://www.boolino.es/static/js/boolino-widget.js“></script>

 

Beliebte Beiträge
Archivo del Blog
Rate This Page